POPSCENE Newsletter

Von POPSCENE Redaktion

POPSCENE Plus #1 - Ausgabe 10/21

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POPSCENE Redaktion
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Hallo mal wieder,
Zunächst mal einen freundlicher Reminder, an alle, die den letzten Newsletter nicht geöffnet haben: Die neue Ausgabe ist da! Wir sehen das doch, wer den Newsletter nicht liest :)
Diese Newsletterausgabe ist wieder proppenvoll. Viel zu viel Content. Man soll sich ja knapp halten. Aber wir können nix dafür. Also Viel Spaß und bis zum Schluss lesen. Wir lesen uns wieder Anfang November.
In diesem Newsletter erwartet dich!
  • RECAP. So war es auf der Tetrismeisterschaft. Wir haben mal wieder gestreamt und gemedienpartnerschaftet.
  • Bonus Material POPSCENE TRAVELS: Kvarner Region in Kroatien.
  • Die POPSCENE EDITOR PICKS. Die besten musikalischen Neuerscheinungen, handverlesen von unseren Redakteuren.
  • In den POPSCENE MARKETING NEWS berichten wir von einer sehr guten Recruitment Kampagne mit Gratispostkarten und von unserem Einsatz für das Hemmersdorf POP Festival.
  • Ungekürztes Interview mit Chris Burr vom Hemmersdorf POP Festival.

Beste Kulisse für das Tetris Turnier
Beste Kulisse für das Tetris Turnier
CLASSIC TETRIS CHAMPIONSHIP
Auch in diesem Jahr waren wir wieder gerne Medienpartner dieses sehr speziellen Contest, bei dem die besten TetrisspielerInnen auf klassischen Maschinen gegeneinander antreten.
Das Event ist seit dem letzten Jahr ordentlich gewachsen und konnte diesmal im Kino, dem Saarbrücker Filmhaus stattfinden.
POPSCENE war in diesem Jahr wieder Medienpartner und hat das Event auf Steam und weitere Plattformen gestreamt.
Weiter unten findest Du das sechsstündige Video auf unserem Youtube-Kanal. Es lohnt sich reinzuschauen, was die E-Sportler auf die Konsole bringen ist wirklich irre.
Die glücklichen Gewinner
Die glücklichen Gewinner
Unser Studio Set-up
Unser Studio Set-up
Livestream: Classic Tetris Germany Championship 2021
Livestream: Classic Tetris Germany Championship 2021
POPSCENE TRAVELS - Kvarner Region in Kroatien
Opatija
Die Riviera Opatija, am Fuße des Berges Učka (1401m) gelegen und mit prächtigen Palmen und Blumen geziert, ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts die Wiege des kroatischen Tourismus. Die wunderschöne Architektur der eleganten Villen, die prächtigen Parkanlagen und das milde Klima waren die Voraussetzungen dafür, dass sich diese Gegend zu einer idealen Destination für Kururlaube entwickeln konnte. Die mit üppigem Grün und Villen aus dem 19. Jahrhundert umsäumte Küstenpromenade Lungomare erstreckt sich von Volosko bis Lovran und ist einer der schönsten Spazierwege dieser Art im Mittelmeerraum. In der berühmten Villa Angiolina befindet sich das Kroatische Tourismusmuseum mit einer umfangreichen Ausstellung über die Anfangstage des Fremdenverkehrs und seine Bedeutung für diese Gegend mit ihren atemberaubenden Ausblicken. Die perfekte Ergänzung zu Aktiv-Urlaub oder Erholung bietet das umfangreiche Wellness- und Kulinarik-Angebot. Namhafte Gaststätten und Restaurants, von denen viele das Gütezeichen Kvarner Gourmet oder Kvarner Food tragen, verwöhnen die Gäste aus aller Welt. Stadtbesichtigungen mit versierten GästeführerInnen (wie Erika Špehar) werden über das Tourist Board angeboten. Aktuelle Informationen findet man auf der Webseite: www.visitOpatija.com
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Andelka Kusturin, Project Assistentin vom Tourismus Verband Kvarner stellt das Motto der Region vor: "Vielfalt ist schön!". Kroatien ist auch schön.
Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe
https://t.co/GT4qfsZbIC
#kvaner #kroatien #croatia #travel https://t.co/7KDYOSZUNx
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Gästeführerin Erika Špehar stellt die Opatija Riviera in Kroatien vor. Im Hintergrund das Hotel Kvarner und ein sehr guter Schwimmer.
Mehr dazu in Travels, in der aktuellen Ausgabe von POPSCENE
#kvaner #kroatien #croatia #travel
https://t.co/GT4qfsZbIC https://t.co/CigfZtxwwv
Hotel Amadria Park
Das Amadria Park Grand Hotel 4 Opatijska Cvijeta ist ein 5*-Hotel direkt am Meer und eine exzellente Kombination aus Hotel, Villen und Apartments für Geschäftsreisende, Paare und die ganze Familie. Hier zeigt sich mediterrane Vielfalt an der kroatischen Adria von ihrer besten Seite. Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Kulinarik (diverse hauseigene Restaurants und Cafés) sowie die vielfältigen Spa- und Wellness-Angebote. Zur Amadria Park-Gruppe, inhabergeführt von einer kroatischen Familie, gehört auch noch das geschichtsträchtige Hotel Capital in Zagreb sowie der exklusive Amadria Park Šibenik. Mit Blick auf die Adria ist Opatija reich an Charakter und Charme. Erleben Sie historische Villen in der romantischen Küstenstadt in der Kvarner Bucht: Genießen Sie Spaziergänge am Meer, frische Mittelmeerküche und Wellness in absolut relaxter Atmosphäre. Das Hotel Amadria Park ist auch ein beliebter Anlaufpunkt für Künstler und Musiker, die am bekannten, jährlichen Festival RetroOpatija teilnehmen. Und auch für jegliche aktive Outdoor-Aktivitäten ist das Hotel im historischen Kurort der perfekte Anlaufpunkt. www.amadriapark.com
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Tanja Janjatovic stellt das @AmadriaPark Grand Hotel 4 Opatijska Cvijeta vor. Das 5-Sterne Hotel liegt direkt am Meer und besteht aus Hotel, Villen und Apartments. Mehr über unsere Pressereise in die Kvarner Region (Kroation) in der aktuellen Ausgabe: https://t.co/GT4qfsHAR4 https://t.co/s95SaLkqSt
Rijeka
Die europäische Kulturhauptstadt 2020, Rijeka, ist mit knapp 130.000 Einwohnern das Zentrum der Region Kvarner. Die kroatische Hafenstadt an der nördlichen Adria gilt als das Tor zu den Inseln Kroatiens. Die Hauptpromenade Korzo ist von Gebäuden aus der habsburgischen Ära gesäumt. Das nahe am Markt & Fischmarkt gelegene kroatische Nationaltheater Ivan pl. Zajc stammt aus dem 19. Jahrhundert und verfügt über Deckengemälde von Gustav Klimt. Die auf einem Hügel gelegene Burganlage Trsat, zu der eine religiöse Stätte gehört, bietet einen weiten Blick auf die Inseln der Kvarner Bucht. Über Kroatien hinaus bekannt geworden ist Rijeka durch eine lebendige Musik-Szene (Beat- und Punk-Vorreiter in Jugoslawien, Rock) und den größten Karneval in diesem Teil Europas. Die drittgrößte Stadt Kroatiens lockt auch mit einer lebendigen StudentInnen- und Event-Szene. Aufgrund des reichen Industrieerbes (Hafen, Hafenmole ´Molo Longo´, Hafenkräne, Fabriken) und zahlreicher anspruchsvoller Museen verbinden sich Stadtgeschichte, Kunst, Kultur und Kulinarik zu einer besonderen Einheit. In der Umgebung laden zahlreiche Ortschaften inmitten von interessanten Naturlandschaften zum Besuch ein. Stadtbesichtigungen mit versierten GästeführerInnen werden über das Tourist Board angeboten. Aktuelle Informationen findet man auf der Webseite: www.visitRijeka.com
Die Presserecherche wurde unterstützt durch das Kvarner Region Tourist Board, speziell durch Frau Andelka Kusturin, das Opatija Tourism Office/Frau Gracia Krainer und das Rijeka Tourist Board/Herrn Saša Torbica. Weiterhin durch das Hotel Amadria Park/Frau Tanja Janjatović und das Hotel Continental/Herrn Damir Balenović.
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Die europäische Kulturhauptstadt 2020, Rijeka, ist mit knapp 130.000 Einwohnern das Zentrum der Region Kvarner. Saša Torbica @visitRijeka lädt in seine Stadt ein. Mehr dazu in der neuen Ausgabe: https://t.co/GT4qfsHAR4 https://t.co/WUH97PvNav
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Einen schönen Ausblick auf Rijeka in Kroatien gibt es vom Berg Trsat aus. Vielen Dank an @visitRijeka für die schöne Tour. Mehr Infos dazu in der aktuellen Ausgabe: https://t.co/GT4qfsHAR4 https://t.co/xO82UC6eDA
POPSCENE EDITOR PICKS
Hier stellen wir euch regelmäßig die besten Neuerscheinungen vor, handverlesen von unseren Redakteuren. Wenn du gerne neue Musik entdeckst, bist du hier genau richtig.
Du willst mehr dufte Musik? Schalte POPSCENE Radio ein.
Disso!ver - Lagerkoller
Da ist es endlich: Das Disso!ver Debüt „LAGERKOLLER“, feinste Neo-Krautrock/Electronica/Experimental-Musik aus Köln. Du willst Lagerkoller vermeiden? Dann lade dir schon mal “Du verwechselst mich” auf deinen Walkman.
Disso!ver - Du verwechselst mich
Disso!ver - Du verwechselst mich
Schwessi – Wer Ist Das Volk
Während nach der ersten wirklich entscheidenden Bundestagswahl seit 16 Jahren die Parteien Koalitionen suchen, veröffentlicht die Hamburgerin Sonja „Schwessi“ Schwabe ihre Single „Wer ist das Volk“. Und analysiert dabei uns. Das Volk. Nackt.
Schwessi - Wer ist das Volk
Schwessi - Wer ist das Volk
Wahnschaffe - D.F.M. 
D.F.M.“, kurz für "Du fehlst mir”, lautet die erste Botschaft, mit der Wahnschaffe seit ihrer letzten EP “Courage” wieder von sich hören lässt. Ein bisschen Soul, ein entspannter Beat und ein schickes Video. “Ich glaube, ich hatte einfach Bock, ’nen Lovesong zu schreiben”, sagt die Kölner Künstlerin
Wahnschaffe - D.F.M.
Wahnschaffe - D.F.M.
Kate Louisas - Marie
Die Single ist der erste Vorbote für das im Frühjahr erscheinende Debütalbum von Kate Louisas . In dem Song erzählt Kate aus ihrem Gespräch mit Marie - ein Abend an der Bar, der alles verändern soll. Aber wer ist eigentlich Marie? Ist egal. Hauptsache alle haben Spaß wie wir mit dem Song.
Kate Louisa - Marie
Kate Louisa - Marie
Sluff - Deceiver
Deceiver beschreibt die Liebe zum gesellschaftlichen Widerstand, zur Rebellion und dem Zusammenschluss im Außenseitertum. Klingt schwer kopflastig, kommt aber wunderschön leicht daher. Indiepop, Postgaze, super Sache. Also schließt euch zusammen und macht ne Sluff-Party - gegen alle Widerstände!
Sluff - Deceiver
Sluff - Deceiver
Wang Wen - 100,000 Whys
Keine Ahnung, wo Wang Wen plötzlich her kommt, aber es gibt ihn seit 22 Jahren und anscheinend weiß er, was er tut. Seine Soundlandschaften sind außergewöhnlich. Oder wie es der Youtube-User Andreas Tittelbach unbekannterweise geschrieben hat: Tragisch und getragen wie ein Sarg.
Wang Wen - 100,000 Whys
Wang Wen - 100,000 Whys
MARKETING NEWS
Hier berichten wir von unseren Projekten als Agentur und Dienstleister für Veranstaltungen, Reisen, Marketing und vielem mehr.
Sind sehr gut gelaufen - Die Gratispostkaren von PLUSCARD
Sind sehr gut gelaufen - Die Gratispostkaren von PLUSCARD
Die Rückseite hält die Auflösung bereit.
Die Rückseite hält die Auflösung bereit.
“Jobcards” Gratispostkarten von CityCards fürs Recruiting
Neben Social- und Aufklärungskampagnen zählen Jobcards zu den am häufigsten genutzten Gratispostkarten. Recruiter haben längst erkannt, dass die Old-School Stellenanzeige nicht mehr ausreicht, um sich bei möglichen Bewerbern zu bewerben. HR gehört eben auch ins Marketing.
Mit Karten, und zwar Kreditkarten, hat es der Dienstleister PLUSCARD. Das Unternehmen setzt aber auch beim Recruiting unter anderem auf Gratispostkarten im Marketingmix.
Dabei setzt PLUSCARD das Medium genau richtig ein. Hier eine Analyse:
  • Motiv: Auf der Motivseite befindet sich ein lustiger Spruch, der dazu animiert, die Postkarte mitzunehmen und idealerweise zum Beispiel im Büro zu platzieren oder die Karte einem Kollegen oder Freund zu überreichen. Die informelle Ansprache mit Lokalkolorit sagt zugleich etwas über den sympathischen Arbeitgeber aus. Employer Branding gibt es also gleich kostenlos mit.
  • Motivmix: Nicht jeder fühlt sich von dem gleichen Spruch angesprochen. Deshalb wurden bei dieser Kampagne gleich mehrere Spruchkarten in das Rennen geschickt. Der Effekt: Die Auswahl sorgt nicht nur für Abwechslung im Postkartenfach, sondern erhöht auch die Entnahmequote.
  • Branding: Das Motiv verzichtet auf übermäßige Darstellung Darstellung der “Marke” und des Unternehmenslogos. Stattdessen wird auf einen Instagram-Kanal hingewiesen. Dadurch wird nicht nur das Printprodukt intelligent mit einem Onlineangebot verknüpft, sondern die Kampagne auch gleich in der gewünschten Zielgruppe weitergespielt.
  • Rückseite: Auf der Rückseite erfolgt sozusagen die Auflösung. Das Firmenlogo wird dezent dargestellt, das Instagramthema wiederholt, es gibt ein Call to Action und die notwendigen Kontaktdaten werden angegeben. Ebenfalls sehr löblich: Die Rückseite wird nicht überladen, stattdessen bleibt der Postkarten-Charakter erhalten und damit der psychologische Effekt eines wertigen Geschenks.
Perfekt! Also: Worauf wartest Du?
Hemmersdorf POP Festival
Die Challenge. Bereits zum dritten Mal findet das Boutique Festival in Hemmersdorf statt. Bei der Veranstaltungen treten fast ausschließlich Musiker auf, die Kunst abseits des Mainstreams anbieten. Entsprechend lautet das Motto der Veranstaltung „Entdecken & Genießen“. Während die Anzahl der Musikgenießer, die das Festival jährlich besuchen mit jeder Ausgabe wächst, gilt es natürlich auch neue Menschen für die Veranstaltung zu gewinnen. Die Herausforderung für den Veranstalter besteht nun darin, diese neuen Künstler dem Publikum schmackhaft zu machen. Während es für “große Namen” oft reicht diese möglichst auffällig in das Stadtbild zu plakatieren, funktioniert dieser Ansatz hier nur bedingt.
Das Konzept. Natürlich haben wir auch klassische Formate gewählt. So gab es in der aktuellen POPSCENE Ausgabe ein Interview mit dem Veranstalter Chris Burr von der Konzertagentur Hotellounge, ein Termintipp, und eine Anzeige. Überdies wurden auch Indoorplakate in unserer Region gehängt. Die Plakatmotive fanden auch in 100 digitalen Bildschirmsystemen Einsatz. Ebenso wurde das Programmheft in unseren Systemdisplays verteilt. Soweit zum Grundrauschen. Jetzt weiß man, dass das Event stattfindet, aber das überzeugendste Argument zum Kauf eines Tickets ist doch die Musik, oder?
Um den Musikgourmets das Wasser im Mund anzuregen, haben wir das Programmheft des Festivals als interaktiven Blätterband in unseren E-Paper Kiosk (über 500.000 Besucher pro Monat) gestellt und um multimediale Inhalte wie Musikvideos angereichert, sowie Links zum Ticketshop oder zu Sponsoren anklickbar gemacht.
Auf POPSCENE Radio läuft bis zum Festival eine Sondersendung mit den Künstlern, die in Hemmersdorf auftreten werden. Zum weiteren Hörgenuss haben wir mit unserem POPSCENE Kanal auf Spotify eine Playlist veröffentlicht.
Auf unseren Social Media Kanälen bespaßen wir uns Publikum bis zum Festival mit mehreren Posts, wie dem Festivaltrailer mit Ticketlink, Musikvideos der Künstler, Hinweise auf das E-Paper und die Spotifyplaylist und vieles mehr.
Der Erfolg. Ergänzend zum Printteil mit Magazinwerbung, Postern und einer Programmheftverteilung - quasi die Pflicht - kam bei diesem Projekt kamen hier besonders unsere digitalen Kanäle zum Einsatz. Mit der Möglichkeit sogar das Programmheft multimedial erlebbar zu machen, durch die Radiosendung und die Playlist hat unsere Zielgruppe nun eine sehr gute Idee davon, was sie auf dem Festival erwartet. So wurden in der ersten Kampagnenwoche bereits über 40.000 Menschen alleine digital erreicht.
Und mit diesem Newsletter kommen gleich noch einmal 1.500 Menschen dazu, denen wir gerne das ungekürzte Interview mit dem Festivalmacher, Chris Burr, zusenden.
Chris Burr von Hotellounge - Von Begeisterung getragen
Die Situation ist für keinen Veranstalter derzeit rosig, denn niemand weiß, was in den kommenden Wochen passieren wird und welche Restriktionen vielleicht doch wieder kommen werden ob der Coronapandemie. Chris Burr von Hotellounge blickt dennoch recht positiv der dritten Auflage seines Hemmersdorf Pop Festival entgegen; er sieht sich für alle Szenarien gewappnet.
Mitte Oktober findet erneut das dreitägige, grenzüberschreitende Musikfestival Hemmersdorf Pop statt. Wie war es für Dich, wie schon in 2020 mitten in einer Pandemie ein Festivalprogramm aus dem Boden zu stampfen?
„Nach der Erfahrung im Jahr 2020 war es nun erstmal nichts Neues. Wir haben gelernt, dass sich die Bedingungen, aufgrund staatlicher Verordnungen, jederzeit kurzfristig ändern können. Darauf muss man gefasst sein. Daher haben wir mittlerweile in der Planung alles doppelt bis dreifach aufgestellt. Die Konzeption, Anzahl und Art der Bühnen, Budget und Kostenkalkulation, Anzahl Besucher - alles muss jederzeit adaptierbar sein an geänderte Voraussetzungen. Statt zehn Monate vor dem Termin beginnt man nun sechs Wochen vorher sich festzulegen auf das finale Konzept und bucht die Künstler auch auf den letzten Drücker. Die Pandemie hat prinzipiell alles verändert.“
Im letzten Jahr fand das Festival als Hybrid-Veranstaltung mit nur wenigen Besuchern vor Ort statt. Wie blickst Du mit etwas Abstand auf die zweite Ausgabe des Festivals zurück?
„Es erstaunt mich immer noch, wie groß die Resonanz bereits im zweiten Jahr war. Die Tickets waren in wenigen Tagen ausverkauft. Offensichtlich begeisterte das erste Festival unsere Besucher. Die gesamte Veranstaltung war sehr entspannt, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen, die ich mit sich ändernden Bedingungen mit fast 60 Shows in der laufenden Pandemie 2020 für das Landesfestival machen konnte.
Am Ende sind wir auch froh darüber, dass wir das Festival nicht gleich im zweiten Jahr aufgrund der Pandemie ausgesetzt haben. Wir blieben sichtbar und eine bereits zweijährige Vorarbeit samt dem ersten Festival in 2019 trug bereits Früchte.“
Welche Einschränkungen musstet Ihr in diesem Jahr bei der Planung berücksichtigen? Gibt es neue Veranstaltungsorte? Wie viele Besuchertickets wird es pro Tag bzw. insgesamt gesamt?
„Die aktuelle Verordnung ist ja im Prinzip lockerer als die in 2020. Einiges kann man nun einfacher gestalten. Ein mehr an organisatorischem Aufwand kommt dann mit der so genannten 3G-Regel hinzu. Aber auch das lässt sich bewerkstelligen. Das Festival ist in der ursprünglichen Idee ein Festival, dass im gesamten Dorf stattfindet. Es wird aber aufgrund der Pandemie-Problematik keine weiteren Bühnen geben außer unserer Kirche. Wir machen aber zur Eröffnung am Donnerstag einen grenzüberschreitenden Abstecher nach Guerstling.
Wir planen mit 150 Besuchern pro Tag. Mehr lässt die Verordnung (derzeit) nicht zu. In Guerstling müssen wir zudem die dort gültige französischen Regeln beachten.“
Rechnet es sich denn überhaupt, unter verschärften Bedingungen ein Festival zu machen?
„Überspitzt gesagt: Wir rechnen nicht in Geld, sondern in Begeisterung. Das Festival rechnet sich auch unter normalen Bedingungen nicht, wenn man damit meint, dass man über Kostendeckung etwas verdienen möchte. Wir sind ja kein umsatzorientiertes Event, sondern ein Fest, ein Musikfest. Die Kosten sind aber auch unter allen möglichen Szenarien gedeckt.“
Es ist sicher ein großer Erfolg und eine Anerkennung Deiner Arbeit, dass in diesem Jahr das Festival wieder live von SR2 Kulturradio und dem SR als HD Video-Stream übertragen wird. Das könnte aber auch den einen oder anderen davon abhalten, vorbeizukommen. Besteht Deiner Meinung nach diese Gefahr?
„In meiner Idee für dieses Festival ist vorgesehen, dass wir langfristig mit einem Medienpartner kooperieren, der das Festival begleitet und live überträgt. Da dachte ich an fünf Jahre bis wir das schaffen. Dass es bereits im zweiten Jahr soweit war, ist natürlich überwältigend. Der SR ist finanziell nicht gerade üppig ausgestattet, und daher ist es umso höher zu bewerten, dass der Sender gleich mit Radio und TV dabei ist. Wir wollen ja eine musikalische Lücke in unserem Bundesland füllen, und beim SR traf unsere Ausrichtung im richtigen Moment auf offene Ohren. Ein Konzert live zu erleben, die Interaktion mit dem Künstler, den Klang des Raumes, das Licht, den Austausch in den Pausen mit anderen Besuchern über das Erlebte und nicht zuletzt der direkte Austausch mit den Künstlern, alles das, das kann man nicht erleben, wenn man am TV auf der Couch sitzt. Es ist vielmehr ein zusätzliches Angebot, um Leute zu erreichen, die keine Zeit haben, das Festival zu besuchen, oder einfach Menschen, die am Radio völlig überrascht werden über das Gehörte. Mit der Übertragung in 2020 haben wir für saarländische Verhältnisse eine sehr hohe Reichweite erzielt. Und die Zugriffe kommen aus ganz Europa. Wir laden zwar Europa ein, aber aufgrund der kleinen Kapazität ist das Angebot der Radio- und TV-Übertragung am Ende einfach gut. Vor allem für das Marketing unserer Region.“
Auf welchen Act freust du Dich in diesem Jahr am meisten?
„Da wir ja eine Boutique sind und alle Teile handverlesen sind, freue ich mich auf alle Künstler. Am meisten freue ich mich, wenn meine Dramaturgie aufgeht und die Begeisterung beim Publikum von Künstler zu Künstler zunimmt und am Ende pure Euphorie herrscht. Ich denke aber, dass ich besonders gespannt auf Eydis Evensen bin - eine junge Isländerin am Piano in Begleitung eines Streicherquartetts. Was nach einem biederen klassischen Konzert aussehen mag, wird unsere ehrwürdige Kirche schweben lassen. Und das Publikum wird das spüren. Vorausgesetzt, man erlebt die Konzerte vor Ort.“
Interview: Kai Florian Becker Bild. Heike Benzrath
Hemmersdorf Pop Festival, 14.-16. Oktober, Hemmersdorf
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